Higgs bei 3.5 Sekunden der Melodie
Hört euch die Musik an… bei 3.5 Sekunden der Aufzeichnung könnt ihr den “Ton” des erst kürzlich entdeckten Bosons hören. Das ist das Erstaunliche an der Sonifikation, einer Technik, die trockene Daten in wunderschöne Melodien verwandelt.
Sonifikation (Verklanglichung) ist eine Computer-Technologie, die intensiver Vernetzung und enormer Rechenleistung bedarf, um Resultate zu erreichen. Die Sonifikation von Daten, die am 4. Juli vom Kollektiv ATLAS präsentiert wurde, konnte durch die Nutzung des paneuropäischen GÉANT Netzwerkes und der Grid-Infrastruktur realisiert werden.
“Diese Sonifikation basiert auf derselben Grid-Infrastruktur, die Forscher für die Aufarbeitung ihrer Daten und die Erstellung ihrer Grafiken benutzen“, sagt Domenico Vicinanza von DANTE, der das Higgs Sonifikations-Projekt leitete. Er arbeitete eng mit Mariapaola Sorrentino vom ASTRA Projekt (Cambridge) zusammen, welches erheblich zum Prozess der Sonifikation beitrug, und mit Giuseppe La Rocca (INFN Catania), der für das EDV-Framework zuständig war.
“Bei der Higgs Sonifikation handelt es sich um die alternative Darstellung einer Energieverteilungskurve. Sie bietet die gleichen qualitativen und quantitativen Informationen wie die grafische Darstellungsart, doch sind diese Informationen in Form von Noten ausgedrückt. So könnte das Hören der Melodie einem sehbehinderten Forscher ermöglichen, zu verstehen, wo genau das Higgs Boson-Peak liegt und von welcher Grösseordnung das Ereignis ist. Gleichzeitig wäre es einem Musiker möglich, die faszinierende Welt der Hochenergiephysik zu erkunden, indem er ihre Wunder in Tönen erklingen lässt.“


















